Konfiguration des ZMM3 / ZMM301 beim THS

Bedingt durch die Besonderheit beim THS, dass das zweite 'Objekt' im Ziel die Zeitmessung beendet, erfolgt die Zeitmessung technisch gesehen durch eine Zwischenzeit-Messung. Konfigurieren Sie das Zeitmessmodul also mit einer Lichtschranke (LS) als Start-Lichtschanke (z.B. LS-A) und einer weiteren als Zwischenzeit-LS (z.B. LS-B) (Abbildung 1).
Die Zeitmessung wird nach Freigabe durch die Start-LS gestartet. Die Unterbrechung der Ziel-LS (z.B. durch den Hund) erzeugt zunächst eine Zwischenzeit. Eine weitere Unterbrechung der Ziel-LS (z.B. durch den HF) erzeugt eine weitere Zwischenzeit. Die Zeitmessung läuft intern aber weiter und würde weiterhin Zwischenzeiten erzeugen.
Deswegen ist NACHDEM das komplette Team das Ziel passiert hat, der Lauf manuell zu beenden - und zwar mit der Z-STOPP Funktion. Das Zeitmessmodul beendet nun die Zeitmessung mit der letzten Zwischenzeit als Endzeit. Der Lauf ist zwar manuell beendet, aber elektronisch gemessen worden.
Eine einfache Zählung der Lichtschranken-Unterbrechungen und Beendigung der Messung beim zweiten Signal ist nicht sinnvoll, da auch beide gleichzeitig die Ziel-LS unterbrochen haben könnten und somit nur ein Signal erzeugt würde. Auch wäre es, bei größerem Abstand, möglich, daß der Hund nocheinmal wendet und 'Herrchen' wieder entgegen läuft.
Beides würde zu einer Fehlmessung führen.

Stellen Sie zur besseren Übersichtlichkeit während der Messung eine konstante Anzeige der Zwischenzeit - wie unter Abbildung 2 gezeigt - ein.

Um nicht irrtümlich das Rennen durch die Stopp-Funktion zu beenden, können sie diese im erweiterten Menü ausschalten (Abbildung 3).

Abbildung 1
(größeres Bild)
Abbildung 2
(größeres Bild)
Abbildung 3
(größeres Bild)

Verwendung von Doppel-Lichtschranken beim THS

Grundsätzlich ist die Verwendung von Doppel-Lichtschranken beim THS nicht notwendig. Es muß aber sichergestellt sein, dass insbesondere die Ziel-Lichtschranke auch kleine Hunde einwandfrei erfassen kann.

Theoretisch ist aber folgende Überlegung möglich:
Ein extrem langsames Team mit extrem langen Hund kommt so durch Ziel, dass zwischen Hund und HF die Lichtschranke nicht wieder freigegebn wird. Damit wird für den Zweitem im Ziel (den HF) keine neue Zwischenzeit erzeugt und die erste (und einzige) Zwischenzeit ist die Endzeit. Der daraus resultierende Messfehler ist abhängig von der Hundelänge und der Geschwindigkeit beider und kann nur durch eine zusätzliche Lichtschranke, die nur vom HF unterbrochen werden kann, sowie einer zusätzlichen Elektronik (Impulserzeugung) ausgeschlossen werden.

Angesichts üblicher Hundelängen und Geschwindigkeiten liegt der Messfehler innerhalb einer 1/100 Sekunde. Zusätzlich zur Wahrscheinlichkeit des Auftretens der geschilderten Situation ist der Mehraufwand einer Doppel-Lichtschranke aus diesem Grund nicht sinnvoll.

Die von uns angebotenen Doppel-Lichtschranken mit festem Abstand von 20cm erleichtern aber die Erfassung kleiner Hunde, die u.U. eine Lichtschranke unterlaufen oder überspringen. Die Höheneinstellung der Lichtschranke wird entsprechend flexibel.

Der Systembus von B-Sys Zeitmessung / Anschluß von Lichtschranken

Entsprechend dem Wunsch unserer Kunden nach immer mehr Modulen, die über einfache Zeitmessung hinausgehen (Ampeln, verschiedenste Displays, Start-Timer etc) und dabei einfach durch 'plug and play' in die bestehende Anlagen zu integrieren sind, war es an der Zeit, alle Bestandteile der Zeitmessung zu vernetzen.

Der B-Sys-Systembus, eine Eigenentwicklung von B-Sys Zeitmessung, erfüllt relativ hohe technische Ansprüche:
Zum einen ist der Systembus echtzeitfähig und zum anderen bi-direktional und zudem tauglich etwa 1000m zwischen zwei Modulen zu überbrücken. Das robuste Stecksystem - welches wir von früheren Modulen übernommen haben transportiert auch gleich die System-Betriebsspannung mit, was die Module wirklich 'plug and play'-fähig macht. Damit stehen alle Systeminformationen an jedem Punkt zur Verfügung:
- Z.B. können Programmfunktionen (Break/Restart, Freigabe, LS-Funktionen etc.) von überall aus ferngesteuert werden.
- Durch einfache Updates der PC-Software (z.B. ZMM301) konnten und können so Module in das System integriert werden, an die bis dahin (oder bisher...) keiner dachte...

Nun liegt es natürlich Nahe auch die Lichtschranken als Modul zu betrachten und sie in den Systembus zu integrieren. In der Tat... Mit dem LS-Bus-Interface ist das problemlos möglich, und wird bei großem räumlichen Abstand zwischen Lichtschranken und Zeitnahme - also immer wenn viel Kabel verlegt werden müßte - so realisiert.

Im nächsten Schritt wird das Bus-Interface Bestandteil der Lichtschranken sein.

Datenübertragung von ZMM301 zu anderen Programmen I

Wenn Sie keine Auswertprogramme von B-Sys Zeitmessung wie zum Beispiel Win-THS V3 benutzen, steht Ihnen eine Exportmöglichkeit in Verbindung mit der Windows-Clipboard-Funktion zur Verfügung. Allerdings muß Ihr Auswertprogramm in der Lage sein, aus dem Windows-Clipboard importieren zu können. Sie können einen einfachen Test z.B. mit Windows-Excel durchführen. Ein Zeitmessmodul benötigen Sie dafür nicht.
Step 1: Konfigurieren Sie ZMM301 im Demo-Modus zum Clipboard-Export der Endzeit wie in Abbildung 1
Step 2: Führen Sie ein Rennen durch. Z.B. mit manuellem Start/Stopp
Step 3: Öffnen Sie Excell mit einer leeren Tabelle und klicken eine beliebige unformatierte Zelle an
Step 4: Sie fügen den Clipboard-Inhalt in die Zelle mit "Einfügen" oder Taste [Strg] + Taste [V] ein
Ergebnis: Die gemessene Zeit steht formatiert in der Zelle.
Step 5: Wiederholen Sie den Test mit dem Eingabefeld Ihres Auswertprogramms.
Ergebnis: Wenn die gemessene Zeit dort steht, und die Formatierung akzeptiert wird, haben Sie eine funktionierende Datenübermittlung.
Wenn Ihr Auswertprogramm Excel selbst ist, können durch den Import in eine bestimmte Zelle natürlich entsprechend Rechenvorgänge ausgelöst werden.

Zusätzlich können die Angaben in der Eingabezeile und bis zu 9 Zwischenzeiten ebenfalls exportiert werden. Die Angaben werden im Clipboard durch "Tab" getrennt, was bei Excell den Import in aufeinander folgende Zellen bewirkt.

Abbildung 1
(größeres Bild)

Datenübertragung von ZMM301 zu anderen Programmen II

Standardmäßig werden alle verfügbaren Daten einer Messung mit der Save-Funktion als Ascii-Datei exportiert. Die Datei kann zu einem späteren Zeitpunkt mit allen Programmen die eine Textdatei mit Semikolon als Feldtrennzeichen einlesen können (z.B. Access) importiert werden. Zum besseren Interpretation ist in der ersten Zeile der Datei eine Erläuterung der Formatierung enthalten.

Die Lokalisation und den Namen der Export-Datei können Sie mit der Funktion unter Abbildung 1 angeben. Ohne Eingabe wird die Exportdatei datumsaktuell im Ordner "Eigene Dateien" gespeichert. Die Änderung ist nur während des laufenden Programms aktiv auch wenn beim Beenden des Programms die Speicherung der aktuellen Konfiguration bestätigt wurde.

Wird versucht die Reset-Funktion ohne vorheriges "Save" zu betätigen wird eine Warnung ausgegeben.

Abbildung 1
(größeres Bild)

Datenübertragung von ZMM301 zu anderen Programmen III

Eine besonders elegante Methode der Datenübertragung ist die PC-interne Übermittlung via Windows-DDE-Funktion, die ohne jede Einwirkung des Bedieners automatisch funktioniert. Allerdings setzt das Funktionieren voraus, daß Ihr Auswertprogramm DDE-Funktionalität unterstützt.
Auswert-Programme von B-Sys-Zeitmessung nutzen diese Funktionalität standardmäßig.

Wenn Sie Auswertungen mit Excell vornehmen, können Sie das Tabellenblatt komfortabel um automatische Funktionen erweitern da Ihnen ZMM301 umfangreiche Informationen via "DDE" zur Verfügung stellt.

Um eine "DDE"-Verbindung zu Excell herzustellen gehen Sie wie folgt vor:
Step 1: Rufen Sie das Programm ZMM301 im Demo-Modus auf, wenn Sie kein Zeitmessmodul zur Hand haben
Step 2: Rufen Sie Excel mit einer leeren Tabelle auf.
Step 3: Schreiben Sie in eine beliebige Zelle: ZMM301|source!trans1 der senkrechte Strich zwischen "1" und "s" heisst "pipe" und wird erzeugt durch Taste[Alt Gr] + Taste [<]
Step 4: Schreiben Sie jetzt VOR den Text "=" und betätigen "Enter"
Ergebnis: die Zelle enthält eine "0"
Step 5: Starten Sie nun eine Messung (z.B. manuell mit "Start") und beenden diese irgendwann
Ergebnis: die Zelle in Excel enthält nun die Anzahl der 1/100 Sekunden der Messung
Step 6: Generieren Sie eine andere Import-Zelle wie unter Step 3 und 4 mit "trans13"
Ergebnis: die neue Zelle enthält nun den Status des Zeitmessmoduls, der sich mit "Freigabe", Start, Break, Stopp usw jeweils ändert und zur Auslösung von Rechen-Funktionen in Excel herangezogen werden kann

Eine komplette Liste der übertragenen Funktionen sehen Sie unter Abbildung 1. Die funktionsfähige Excel-Tabelle können Sie sich auch herunterladen (Click mit rechter Mousetaste auf Abbildung 1, "Ziel speichern unter...")
Stellen Sie zum Ausprobieren sicher, daß ZMM301 bereits läuft, wenn Sie die Tabelle öffnen. Bestätigen Sie die Aktualisierungsmeldung beim Öffnen mit "ja" aber beim Schließen mit "nein" !!

Abbildung 1
(größeres Bild)
Seite im Aufbau - Demnächst hier weitere technische Hinweise
(z.B. Daten in ZMM301 importieren)